Um die Pointe vorwegzunehmen: „Nein, sind wir nicht!“ Oft werden wir das auf Konferenzen oder Messen gefragt. Oder Kunden laden uns ein, um eine Alternative zu IBCS zu sehen. Daher haben wir uns entschieden mal einen Blogbeitrag dazu zu veröffentlichen, damit jeder, den es interessiert, das nachlesen kann.

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Vor nunmehr 10 Jahren als junger Consultant sprach mich (Andreas) das Frauenhofer Institut, mein alter Chef und der TDWI an, ob ich nicht Lust hätte zusammen mit ihnen ein Buch zu schreiben. Thema: Grafische Aufbereitung von Daten. Als Geisteswissenschaftler war das natürlich ein Traum, der wahr wurde. Schreiben konnte ich, Kommunikation visuell wie schriftlich war mein Thema und natürlich war es als junger Consultant eine riesen Chance. (Danke an Dirk Proff an dieser Stelle!)

Wie in der Uni gelernt, machte ich mich auf die Suche nach Literatur. In Deutschland war nichts zu finden, nur paar Amerikaner widmeten sich dem Thema. Irgendwann kam mein Chef und sagte es gibt so einen Dr. Hichert. Guck Dir den mal an.
Bücher von ihm fand ich nicht, aber was viel besser war er hielt Vorträge und gab Seminare zum Thema unter dem Schlagwort „SUCCESS“. Kurzum flog ich zum Seminar in die Schweiz und war begeistert. Zwar kannte ich schon Gene Zelazny und Barbara Minto, aber ich wusste danach, dass ich das beruflich machen möchte.

So entschied ich mich auch noch Hichert Certified Consultant zu werden. Nun heißt es IBCS Certified Consultant https://www.ibcs.com/consultants/
Kurzer Exkurs: Oft werden wir nach der Eingangsfrage, die die Headline des Posts wiedergibt, gefragt und warum seid ihr keine IBCS Consultants? Nach dem Motto: ERWISCHT! Das hat einen einfachen Grund. Als Kai und ich gerade gegründet hatten, war das Geld wie es in Start Ups ohne Kapitalgeber nunmal so ist, sehr knapp und die kostenpflichtige Re-Zertifizierung stand an. Leider kamen wir damals zu keiner gemeinsamen Lösung mit IBCS, so dass wir nicht rezertifiziert worden sind. (Als wir das Geld hatten und unser zweites Buch veröffentlicht hatten, wollten wir dann auch nicht mehr.)
Aber zurück zur Story. Rolf Hichert hat uns maßgeblich geprägt. Seine Ideen, sein Vortragsstil und sein Charisma begeistern uns bis heute. Sehr vieles ist in unsere Arbeit und Bücher eingeflossen.
Bei allen Gemeinsamkeiten fragt sich der geneigte Leser natürlich: Wo sind denn jetzt die Unterschiede?
- „Say – Convey a message“ heißt es direkt, wenn man die IBCS Standards aufruft. https://www.ibcs.com/standards/ Das ist bei uns kein Thema, da wir uns überwiegend mit Dashboarding und Visual Analytics auseinandersetzen und da eine Message oft nur schwer zu finden ist.
- Wir empfehlen keine gestapelten Säulen und Balken zu nutzen. Warum? Blick in unsere reportingimpulse Academy https://www.reportingimpulse.com/academy/ lohnt sich 😇
- Wir empfehlen keine „semantische Notation“ ACT, BUD, PY, FC, da der visuelle Gewinn für den Empfänger meist nicht im angemessenen Verhältnis zum Aufwand für den Ersteller in BI-Tools steht. Wer das machen möchte, dem sei ein Add-On wie graphomate oder Truechart ans Herz gelegt. (Empfehlen wir gern, da dort auch andere tolle Funktionen vorgesehen sind)
- Wir orientieren uns immer an dem Corporate Design des Kunden und unsere Farbpalette ist kleiner
- Unsere Zielsetzung ist es nicht einen International Business Communication Standard zu etablieren, sondern jedem Unternehmen für sich eine Reporting- und Dashboardrichtlinie zu geben
- Wir beschäftigen Consultants, die Prototypen für den Kunden bauen und helfen den Change-Prozess zu meistern
- Wir schreiben und geben Bücher heraus, in denen viele Wege vorgestellt werden und sind kein Verein, der nach der besten Lösung sucht
- Dashboards und Visual Analytics erfordern oft eine dynamische Skalierung, daher sieht unsere Lösung dort auch anders aus
- Microcharts finden wir klasse
- Wir setzen neben Präsenzveranstaltungen mit unserer Reportingimpulse Academy auf Digitales Lernen
Natürlich könnten man jetzt die Unterschiede noch detaillierter herausarbeiten, aber die Gemeinsamkeiten überwiegen doch deutlich. Es sei uns an dieser Stelle verziehen, dass wir nicht noch eine Liste machen.
Wir orientieren uns stärker an den amerikanischen Kollegen wie Edward Tufte und Stephen Few.

Als Fazit bleibt, dass wir wirklich keine Konkurrenten sind oder völlig unterschiedliche Philosophien haben. Wir freuen uns immer, wenn der Kunde IBCS schon kennt, dann können wir voll durchstarten mit Dashboarding und Visual Analytics. Es gibt auch keinen Workshop von uns, in dem wir nicht auch IBCS thematisieren.
Insofern bleibt uns nur an Rolf Hichert lieben Dank zu sagen, ohne ihn würde es reportingimpulse in der Form nicht geben. ❤️




A clear recommendation and also often used are visual tables. Therefor standardized tables are enriched by graphics. Micro charts are for example used before the description and the choice of the chart type depends on whether you want to see proportions, developments or trends. Within the data, the representation of absolute and/or percentage deviations is very popular. These can also be visually distinguished by thick and thin bars. In this way, outliers can be identified at one glance instead of first having to compare numbers.


Eine klare Empfehlung und auch gerne eingesetzt sind visuelle Tabellen. Dafür werden standardisierte Tabellen durch Graphiken angereichert. Micro Charts stehen vor der Beschreibung und die Wahl der Diagrammart ist abhängig davon, ob man Anteile, Verläufe oder Trends sehen möchte. Innerhalb der Daten ist die Darstellung von absoluten und/oder prozentualen Abweichungen sehr beliebt. Diese können zudem durch dicke und dünne Balken visuell unterschieden werden. Auf diese Weise können Ausreißer auf einen Blick erkannt werden, statt erst Zahlen vergleichen zu müssen.


After a chart has been reduced (see 
Nachdem eine Graphik reduziert wurde (siehe 

Do you know the change blindness effect? According to it, we cannot remember all the information in similar consecutive images and do not perceive major changes. This impairs the comparability of charts. But if you increase the density of information on one page, you can compare several charts at once and provide even more information about the data by e.g. implementing microcharts and highlights. And don’t worry – if tourists can manage it with a subway map, your colleagues won’t have any problems with the high information density.