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Information Design, Dashboarding & Visual Analytics


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Main Tasks – Was muss der Data Scientist können? (Teil 2 von 3)

Wichtig ist: ein Data Scientist muss nicht zwangsläufig von Anfang an die hochinnovativen Themen behandeln. Die allermeisten Innovationen bei der Datenanalyse und der Modellverbesserung entwickeln sich häufig zufällig, sei es durch aktuelle Projekte und deren Problemstellungen, das Kombinieren neuer Verfahren mit älteren Ansätzen oder plötzlich veränderter Rechenkapazitäten.

Andere innovative Ansätze sollten eher von anderen Geschäftsbereichen, wie dem Marketing, klar formuliert und in gemeinsamer Arbeit entwickelt werden.

Für eine fruchtbare Tätigkeit im Unternehmen gilt es, mindestens die folgenden Punkte zu beachten:

Ein Data Scientist sollte von Beginn an

  • Einblick in das Tagesgeschäft (v.a. im Bereich BI und DWH) erhalten
  • die fachlichen Anforderungen in seinem Bereich verstehen
  • die Kontakte zur internen IT und zur Entscheider-Ebene aufbauen
  • Technologien, die im Unternehmen genutzt werden, verstehen und mit dem eigenen Technologie-Wissen kombinieren
  • Den Technologie-Markt regelmäßig beobachten und eigenes Wissen weiter anreichern

Je nach Branche, in der er tätig ist, sollte ein Data Scientist in der Lage sein, klassische Fragen aus dem BI-Bereich lösen zu können. Einige Beispiele dafür sind:

  • … im Vertragskundengeschäft zu einer Verbesserung der Kundenbeziehung zu gelangen, z.B. indem unzufriedene Kunden statistisch identifiziert werden können, um ihnen im Anschluss Angebote oder Preisnachlässe zu gewähren und die Beziehung auf diese Weise zu verlängern (Classification). Ein Beispiel ist in Abb. 2 dargestellt.
  • … den maximalen Gewinn aus dem Kunden herausholen, indem er mit den passendsten Angeboten aus dem eigenen Produkt-Stack konfrontiert wird, ohne ihn jedoch zu „überfrachten“ (Recommendation). Ein Beispiel ist in Abb. 3 dargestellt.
  • … Kunden (oder Produkte) in sinnvolle Gruppen einteilen (Clustering), um aus den Gruppen bestimmte (und vorher noch unbekannte) Eigenschaften zu extrahieren, mit denen sich die „ähnlichsten“ anderen Produkte oder Kunden ermitteln lassen.
    Ein Beispiel: Anstatt Marketingaktionen oder Werbemaßnahmen an Altersgruppen, Geschlecht oder weitere Einzelattribute anzupassen, teilt man den Kundenstamm in bspw. 20 Cluster auf und betrachtet die Kauf-Eigenschaften innerhalb jeden Clusters. Anschließend müssen lediglich 20 Pakete „geschnürt“ werden, die den meisten Kunden im Cluster zusagen. Dies Verfahren spart Arbeit und zeigt in der Regel gute Ergebnisse.
  • … Absatzprognosen und Auslastungsquoten auf Basis früherer Daten für die Zukunft berechnen.

 

Modellergebnis für die Wirtschaftlichkeitsberechnung einer „Churn-Prediction“

Abbildung 2: Modellergebnis für die Wirtschaftlichkeitsberechnung einer „Churn-Prediction“. Dabei wurde versucht, jene Kunden zu identifizieren, die mit einer großen Wahrscheinlichkeit demnächst kündigen werden. Diese gilt es im Vorfeld durch gezielte Preisnachlässe davon abzubringen. Je größer der Fehler bei der Identifizierung der richtigen Kunden (Model Precision), desto kleiner der zu erwartende Gewinn, weswegen dabei unterschiedliche Classifier getestet werden müssen, worauf anschließend noch ein Modell-Tuning folgt. Im Beispiel wurde mit einer Erfolgswahrscheinlichkeit von 25%, einer Rendite von 120 €/a pro Kunde und Rabatt von 60 €/a pro identifizierten Kunde gerechnet.

Der Recommender in der Theorie - Beispiel für Online-Bezahlcontent

Abbildung 3: Der Recommender in der Theorie – Beispiel für Online-Bezahlcontent. Die „Ähnlichkeit“ zwischen Usern wird in der Regel in Form mathematischer Distanzmaße (Korrelation, Absolute Distances, Euclidean Distances) berechnet. Das Schaubild verdeutlicht folgende Logik: „Nimm jeden Content (z.B bezahlpflichtige Premium Angebote) ,den ich (Kunde) noch nicht kenne, schaue welchen davon die „mir ähnlichen User“ haben und schlage ihn mir in absteigender Reihenfolge, nach absolutem Auftreten unter den mir ähnlichsten Usern, vor.“ Bei anonymen Usern funktioniert die Logik ähnlich, nur dass ähnliche User erst nach einer bestimmten Anzahl beobachteter „Aktionen“ ermittelt werden können, während bei bekannten Usern diese Daten bereits existieren.

Innovative Tasks – Was darf der Data Scientist noch können

Bei der Bewältigung und Auswertung großer Datenmengen müssen statistische Berechnungen oftmals verteilt gerechnet werden. Dieser Bereich ist zwar auch im Bereich des Software Development mitangesiedelt, dennoch ist es sinnvoll, dass sich der Data Scientist mit diesen Technologien vertraut macht. Diese „Big Data“ –Themen sind vor allem dort wichtig, wo unstrukturierte Daten, wie Freitexte aus den sozialen Medien, Forum-Einträge oder ganze Blogs als Datengrundlage mit in die Modelle oder Auswertungen fließen. Theorie und Praxis des Text Minings als eine Form des Data Mining sind hierbei unabdingbar. Texte müssen ausgelesen, transformiert, auf Zusammenhänge, Tonalität etc. untersucht werden, um die dadurch gewonnenen Informationen in bestmöglicher Form für weitere Analysen zu nutzen, oder visuell aufzubereiten.

Um ein Beispiel zu zeigen, sind in Abb. 3 bis 5 die Tweets zu den zwei Produkten Samsung Galaxy S6 und Apples iPhone6 in raum-zeitlicher und themenspezifischer Dimension zu sehen. Die Beispiele sollen zeigen, wie mit relativ geringem Aufwand (im gezeigten Beispiel wurde eine individuelle Lösung in etwa 2 bis 3 Tagen konzipiert) eigene Produkte, aber auch jene der Konkurrenz, über einen längeren Zeitraum in den sozialen Medien beobachtet werden können. Dabei wird zu jedem Suchbegriff eine feste Anzahl an thematischen Unterteilungen a-priori festgelegt und per Clustering die gesamten Tweets, ihrer Ähnlichkeit zueinander entsprechend, zusammengefasst. Dies hat zum Ziel, all jene Begriffe in den Tweeds zu erkennen, die am häufigsten miteinander auftauchen. Dabei bedient man sich im Vorfeld häufig einer Normierungsvariante, die unwichtige Bestandteile wie Präpositionen, Artikel oder häufige Verben, die keinerlei Auskunft über den Inhalt geben, herausfiltert (Für Details siehe TF-IDF Normierung[1]). Diese Logik muss im Anschluss noch individuell angepasst werden, je nach individuellem Use Case. Auf diese Weise kann man nun themenspezifische Auswertungen machen, Stimmungen analysieren, Trends rechtzeitig erkennen, uvm.

Tweets pro Land

 

Abbildung 4: Herkunft von ca. 60.000 Tweets, gesammelt zwischen 03.03.2015 und 05.03.2015, wovon sich rund zwei Drittel den Ländern zuordnen ließen. Das verbleibende Drittel wurde ausgeblendet, ebenso Länder mit weniger als 50 Einträgen.

Samsung Galaxy

Abbildung 5: Entwicklung von Tweets, die dem Cluster „Samsung Galaxy S6 is a clone of the iPhone“ zugeordnet wurden. Die Benennung ergab sich aus den häufigsten Wörtern innerhalb des Cluster ‚clone‘, ‚iphone clone‘, ’samsung insist‘ (Datenbasis: 60.000 Tweets, gesammelt zwischen 03.03.2015 und 05.03.2015).

Bei allen Analysen ist es aber vor allem wichtig, zu erkennen, wer eigentlich Beiträge veröffentlicht. Durch Informationen, wie z.B. die Gesamt-Anzahl an Followern, kann man gezielt große Unternehmen herausfiltern, welche hier in unserem Fall Werte jenseits der 50.000 aufweisen. Auch eine Vielzahl an Spam-Tweets (Abb. 6) kann bis zu einem gewissen Grad aus den Daten durch intelligentes Filtern entfernt werden, etwa durch Erkennung ähnlich aufgebauter Tweets in kurzer zeitlicher Aufeinanderfolge. Auf diese Weise bekommt man also die „echten“ Meinungen von Usern zurück. Anschließend kann noch weiter nach Device (über welche App wurde Tweet abgesendet), Aktivität der User (Gesamtzahl an Tweets pro User) uvm. gefiltert werden, je nachdem, welche Fragestellung ein Unternehmen beantworten möchte.

Die Beispiele sollen lediglich demonstrieren, dass das Sammeln externer Daten durchaus Sinn machen kann, die Frage nach der tatsächlichen Rentabilität eines solchen Verfahrens und welche Datenquellen herangezogen werden sollen, muss sich jedes Unternehmen dennoch individuell selbst stellen.

Anzahl Spam-Tweets pro Land

Abbildung 6: : Herkunft Tweets, die als Spam klassifiziert wurden, gesammelt zwischen 03.03.2015 und 05.03.2015. Länder mit weniger als 20 Einträgen wurden ausgeblendet. Die Spam-Tweets wurden anhand der Worthäufigkeiten klassischer Spambegriffe und durch das Vorkommen großer Teile des Textes in zeitnaher Aufeinanderfolge identifiziert.

 

Teil 3 folgt am Fr. 20.03.2015.

Damit nehmen wir an der Blogparade von SAS zum Thema Data Scientist teil.

 


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Die Rolle: Wer ist dieser Data Scientist? (Teil 1 von 3)

Der Hype um die Data Scientists scheint auf dem Höhepunkt angekommen zu sein. Nie gab es mehr Treffer zu diesem Begriff, nie waren die Jobangebote besser. Aber wo kommt dieser Trend plötzlich her? Nur ein Zeitgeist ? Hat er womöglich etwas mit geschürten Erwartungen bei Unternehmen zu tun, mit diesen Experten nun endlich langgehegte Wünsche und Ziele angehen zu können? Und, was ist ein Data Scientist eigentlich genau? Höchste Zeit, sich mit den Hintergründen einmal etwas intensiver auseinanderzusetzen.

Vergegenwärtigen wir uns, dass von Anbeginn der Menschheit bis 2003 auf der Welt circa 5 Milliarden Gigabyte Daten erzeugt wurden. Bereits im Jahr 2013 erzeugen wir diesen Datenberg schon alle zehn Minuten. Mit dieser enormen Menge an Daten muss also auch entsprechend „umgegangen“ werden.

Das reine Ablegen der Daten spielt dabei noch die kleinere Rolle, dank intelligenter Speichermöglichkeiten für strukturierte Daten, wie Datenbanktechnologien.

Vielmehr gilt es, einen effektiven Nutzen aus diesen durch Smartphones, Onlineshops, beruflicher und privater Korrespondenz usw. herrührenden Daten zu ziehen. Klassische BI-Fragestellungen, wie etwa die Umsatzentwicklungen für Kunden mit bestimmten Eigenschaften, lassen sich nach wie vor durch einfache Data-Warehouse Systeme und ETL-Werkzeuge beantworten. Interessant wird es dann, wenn diese Werkzeuge nicht mehr ausreichen, um alle Informationen, die zu Kunden oder Produkten vorliegen, in vollem Umfang auszuwerten, aber auch wenn externe Daten zusätzlich herangezogen werden, um Strukturen in den Daten herauszuarbeiten, Modelle zu verbessern uvm.

An dieser Stelle knüpft nun idealerweise die Rolle des Data Scientists an.

Der Data Scientist als Allrounder – Aufzeigen eines Missverständnisses

Die Wunschliste von Unternehmen ist groß: da wird mehr Umsatz gewünscht, ein höherer Gewinn, maximale Auslastungszeiten von Mitarbeitern, zufriedene Kunden und Vieles mehr. Und – das versteht sich von selbst – einen Data Scientisten, der es nun endlich richten soll!

An dieser Stelle passt also am ehesten der Begriff der eierlegenden Wollmilchsau. In Wirklichkeit impliziert die Rolle des Data Scientist allerdings faktisch drei Einzelrollen:

  • Der Daten- und Statistikspezialist (gern mit Hintergrund Mathematiker, Physiker, Naturwissenschaftler, und natürlich PhD/ Dr.)
  • Der Informatik-Experte (Informatiker, Wirtschafts, Bio- oder Sonstwie-Informatiker) gern auch mit mehrjähriger Projekterfahrung
  • Das Kommunikations-Genie oder die „Vortrags-Rampensau“ als Schnittstelle zwischen der NERD-behafteten IT oder dem Datenbank-Kellerraum in jedem Unternehmen und den hippen Entscheidern im Bereich Marketing, aber auch zur Geschäftsleitung, den eigentlichen Entscheidern.

Die Frage lautet also: wer kann das leisten? „Natürlich zahle ich so jemandem problemlos seine 80.000 im Jahr, denn er ersetzt ja immerhin drei!“, so sicherlich die Rechtfertigung vor Kollegen, warum der „Neue“ denn so teuer sei. Aber mal im Ernst: wie realistisch ist das Vorhandensein all dieser Skills in einer Person und wie wahrscheinlich ist es, dass gerade ich als kleiner Mittelständer noch vor Google, Facebook und Co auf diese Leute aufmerksam werde? Nicht besonders groß, weswegen sich jedes Unternehmen die Frage stellen muss, ob es tatsächlich auch auf Teile des gewünschten Profils verzichten möchte und sich das Data Scientist-Konstrukt, zumindest in Teilen, selbst „zusammenbaut“.

Key Skills – die wichtigen Voraussetzungen zum Data Scientist

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„Data Scientists – Der Hype um die Allrounder und die Realität“

OPITZ CONSULTING und reportingimpulse starten eine dreiteilige Blog-Reihe zum Thema: „Data Scientists – Der Hype um die Allrounder und die Realität“. Dr. Clemens von Bismarck-Osten und Andreas Wiener haben sich leidenschaftlich dazu ausgetauscht und sind gemeinsam zu einigen überraschenden Hypothesen gekommen, was die Rolle, die Aufgaben und Erwartungen an den „sexiest Job des 21. Jahrhunderts“ angeht.

Data Scientist

Parallel zur CeBIT werden drei Teile veröffentlicht. Der erste erscheint am Montag, 16.03., der zweite am Mittwoch, 18.03. und der letzte am Freitag, 20.03.

Über die Autoren:

Dr. Clemens von Bismarck-Osten ist Data Scientist bei OPITZ CONSULTING und hilft seinen Kunden Chancen und Potentiale in großen Datenmengen zu heben.

Andreas Wiener, Geschäftsführer der reportingimpulse GmbH, ist Spezialist zum Thema der visuellen Analyse von Daten und Autor des Buchs Visual Business Analytics.

 

Damit nehmen wir an der Blogparade von SAS zum Thema Data Scientist teil.


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Information Design auf dem neuesten Stand – reportingimpulse auf der diesjährigen CEBIT

Kai-Uwe Stahl, TDWI Roundtable Nürnberg

The place to be für BI und Datenmanagement auf der CEBIT ist Halle 5, Stand A36.

Zwischen dem 16. Und 20. März versammelt sich hier alles, was an Reporting, Analyse und Planung interessiert ist zum Update. Und wir sind dabei!

Das BARC (Business Application Research Center) veranstaltet hier zum vierten Mal das offizielle Forum für Entscheider und Spezialisten aus den Bereichen Visual BI und Information Design. Also eine echte Schnittstelle und die Gelegenheit, um sich über die jüngsten Entwicklungen der Branche zu informieren und den neuesten Stand ins eigene Unternehmen zu holen.

Auf der CEBIT wird reportingimpulse dieses Jahr durch Kai-Uwe Stahl und seinen Vortrag „Die Tabelle hat ausgedient. Modernes Reporting ist visuell!“ im Panel Digitale Transformation/ d!conomy vertreten sein.

Also Nicht verpassen:

CEBIT * 19.03. 13:00 – 13:30. * Halle 5, Stand A36.


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Der Internationale Controller Verein zu Gast bei reportingimpulse

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Am 05.-06.03.2015 ist der Branchen-Arbeitskreis „Controlling in Transport & Logistik“ vom ICV zu Gast bei reportingimpulse. Mitten in der Hamburger Digital- und Kreativszene und dem Zuhause von vielen jungen Start-Ups, dem betahaus in der Schanze, findet das 7. Treffen des Arbeitskreises statt. Vertreter von namhaften Unternehmen wie üstra, Deutsche Bahn oder Hellmann Logistics haben sich angekündigt und tauschen sich zwei Tage über das Thema Forecasting aus.

Besonderes Highlight werden die beiden Vorträge von PHANTOMINDS und Cookasa, die einen kurzen Einblick in die Arbeitsweise von Start-Ups geben werden. Zudem ist eine Führung durch das betahaus geplant, damit die Teilnehmer hautnah Freelancer und Gründer Spirit wahrnehmen können.

Hier noch ein paar Links zu den Start-Ups und zum betahaus:

http://www.phantominds.com/

http://www.cookasa.com/de

http://hamburg.betahaus.de/startseite

 

 


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Endlich wieder Herrentennis am Rothenbaum – ein Matchbericht. Rückblick Diskussionsabend – IST DIE TABELLE AM ENDE?

Mit Dr. Andreas Rohleder und Andreas Wiener, moderiert von Thomas Kopecky.

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Ist die Tabelle am Ende? Und wenn ja, was kommt danach?

Am 24.02. 2015 fand mitten im Gästehaus der Universität Hamburg ein Diskussionsabend statt. Im Fokus zweier Vorträge und einer Podiumsdiskussion stand die Frage: Ist die Tabelle am Ende? Zur Auseinandersetzung hatten Dr. Andreas Rohleder, Rohleder.Business.Seminare und Andreas Wiener, reportingimpulse GmbH eingeladen, um den Veranstaltungsteilnehmern ihre Perspektiven zum Thema effizientes Information Design näherzubringen. Darauf aufbauend wurden in offener Runde Erfahrungen ausgetauscht und Standpunkte diskutiert.

Nach den Vorträgen, oder wie man am Rothenbaum auch sagen könnte: Aufschlägen, gingen die Redner in die Diskussion. Ist die Tabelle am Ende, oder wird sie es nie sein?

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Passend zur Location am Rothenbaum in Hamburg lieferten sich die beiden Kontrahenten ein spannendes Match. Durch das freundschaftlich-humorvolle Streitgespräch führte Thomas Kopecky, der es verstand, die unterschiedlichen Ansätze in Form produktiver Fragen auch ans Publikum zu richten.

Wie komplex müssen oder dürfen Daten sein, damit sie für Entscheider lesbar sind? Wieviel psychologisches Potential liegt bereits oder entfaltet sich erst in der effizienten Visualisierung und Ausgestaltung von Daten? Ist die Tabelle effizient oder effiziente Spielerei?

In der regen Diskussion mit den Teilnehmern im Anschluss wurde deutlich, dass diese Fragen exakt dem schwachen – oder je nach Standpunkt – hohen Puls der Tabelle entsprechen. So stellte sich heraus, dass das Für oder Wider in der Arbeit mit Tabellen eine Frage des gewohnten Doings ist. Was man nicht praktiziert, kann auch nicht nützen. Was man nicht visualisiert, bleibt unsichtbar. Sicht- und Lesbarkeit von Daten allerdings, war man sich einig, sind die Grundlagen jeder Entscheidung. Das bestätigten auch die Beiträge aus dem Publikum. Die teilnehmenden Entscheider wussten: Die Steigerung der Lesbarkeit von Daten beschleunigt und sichert ihre Entscheidungen.

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Spielstand/ Fazit:

Ob der Puls der Tabelle kaum noch spürbar oder einfach nur ruhig ist – Am Ende des Matchs herrschte Einigkeit darüber, dass Unternehmensdaten einen Einfluss auf den Pulsschlag von Entscheidern haben.

Und gibt es gibt es einen Sieger? Vorerst nicht, aber jeder, der will, kann über diese Frage entscheiden. Ob die Tabelle an ihr Ende kommt, oder ob nicht erst nach ihr das eigentlich spannende Spiel des Entscheidens beginnt, klären Entscheider endgültig in einem der unten gelisteten Seminare in direkter Nähe.

 

HAMBURG

Management Reporting: Mittwoch, 6. Mai und Donnerstag, 21. Mai

Visual Business Intelligence: Donnerstag, 7. Mai und Freitag, 22. Mai

Tabelle am Ende?


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Ist die Tabelle am Ende? Diskussionsabend mit Dr. Andreas Rohleder und Andreas Wiener am 24.02.2015 in Hamburg

Ist die klassische Tabelle als Reportinginstrument noch „State of the Art“? War sie es überhaupt jemals? Müssen wir im Reporting neue und vor allem andere Wege beschreiten, um Informationen schneller zu erfassen, besser aufzubereiten und genauer nachzuweisen? Welche Möglichkeiten der Visualisierung erachten wir als sinnvoll und praxisnah?

Um diese Fragen zu beantworten, führen Andreas Wiener, reportingimpulse GmbH, und Dr. Andreas Rohleder, Rohleder.Business.Seminare, ein freundschaftliches Streitgespräch mit anschließender Podiumsdiskussion und Get-together!

Zur Agenda am 24.02.2014

18:00 Uhr – Empfang der Gäste

18:30 Uhr – Andreas Wiener: Die Tabelle ist tot! Modernes Reporting ist visuell!

19.00 Uhr – Dr. Andreas Rohleder: Die Tabelle lebt! Effiziente Diagrammgestaltung mit Excel 2010!

19:30 Uhr – Podiumsdiskussion und Fragerunde

20:00 Uhr – Get-together

Zu den Rednern

Andreas WienerAndreas Wiener ist Geschäftsführer der reportingimpulse GmbH und Autor des Buches „Visual Business Analytics – Effektiver Zugang zu Daten und Informationen“ sowie zahlreicher Publikationen rund um das Thema Reporting und Visualisierung. Er hält regelmäßig Vorträge auf Konferenzen, Messen und an Hochschulen zum Thema und berät Kunden in den Bereichen Management-Reports, Präsentationen und der Einführung einheitlicher Richtlinien im Reporting

Dr. Andreas RohlederDr. Andreas Rohleder ist Geschäftsführer der Rohleder.Management.Consulting GmbH. Für seine Forschung zum Operations Research wurde der Diplom-Kaufmann zum Dr. rer. pol. promoviert. Als Spezialist für Planung und Entscheidung mit quantitativen Methoden ist er Dozent der Rohleder.Business.Seminare. Er ist Lehrbeauftragter der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster sowie registrierter PRINCE2® Pracitioner.

Zur Anmeldung

Wir laden Sie herzlich zu unserem Informations- und Diskussionsabend am 24.02.2015 um 18:00 Uhr zur Stiftung Weltweite Wissenschaft in das GÄstehaus der Universität Hamburg, Rothenbaumchaussee 34, 20148 Hamburg ein.

Zur Online-Anmeldung …

Vortrag Dr. Jörn Kohlhammer


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Die Buchautoren Dr. Jörn Kohlhammer und Andreas Wiener am 12.02.2015 in Hamburg

Die Buchautoren und Impulsgeber von reportingimpulse Dr. Jörn Kohlhammer und Andreas Wiener sind am 12. Februar 2015 mit dem gemeinsamen Vortrag „Visual Business Analytics – Effektiver Zugang zu Daten und Informationen“ auf dem TDWI Roundtable in Hamburg.

„Die Vorträge und Seminare von reportingimpulse verdeutlichen auf mitreisende, aber auch humorvolle Art und Weise die Stolperfallen der professionellen Datenvisualisierung, in die man auch trotz jahrelanger Erfahrung immer wieder tappt. Dank inhaltlicher Tiefe der Veranstaltungen erhält man fundierte Unterstützung durch viele direkt umsetzbare Tipps für eine gute Datenvisualisierung!“

CHRISTINE BALZER
Senior Consultant, Infomotion GmbH

Andreas Wiener

Der Vortrag zeigt anhand praktischer Beispiele, wie neue Darstellungsformen helfen, komplexe Situationen und Zusammenhänge leicht zu überblicken. Zudem erfahren die Zuhörer wie Unternehmen eine Information Design Richtlinie erfolgreich einführen, was es bei der Erstellung von Dashboards zu beachten gibt und wie Unternehmen mit Hilfe von Visual Analytics im Zeitalter von Big Data bestehen können.

Zu den Inhalten:

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Kreisdiagramm 6


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Das Kreisdiagramm

Die Historie des Kreisdiagramms

Der schottische Ingenieur William Playfair hat bereits im 19. Jahrhundert den Grundstein für unsere heutigen Kreisdiagramme gelegt. Ohne technische Hilfsmittel zeichnete er 1801 die ersten Kreisdiagramme. Dies ist bezüglich der geometrischen Finesse als auch hinsichtlich der Genauigkeit der Darstellung sehr eindrucksvoll.

William Playfair (1801): Kreisdiagramme

Playfair, William; The Commercial and Political Atlas: Representing, by Means of Stained Copper-Plate Charts, the Progress of the Commerce, Revenues, Expenditure and Debts of England during the Whole of the Eighteenth Century, London 1786

Der Einsatz von Kreisdiagrammen

Kreisdiagramme werden am besten eingesetzt, um einen Teil-zum-Ganzen Vergleich darzustellen. Beispielweise der Anteil von Frauen und Männern in einem Unternehmen. Die Botschaft, die damit ausgedrückt wird, mag vielleicht banal sein, zeigt aber in einem Kreisdiagramm visuell besonders deutlich den Teil von einem Ganzen.
Jedoch hat der Einsatz von Kreisdiagrammen auch Grenzen. So sind Kreisdiagramme mit mehr als 5 Werten sowie mehrere Kreisdiagramme, die miteinander verglichen werden sollen, für den Empfänger sehr schwer zu lesen.

Tipps für das Erstellen

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Reporting & Information Design Event


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Rückblick auf unser Reporting und Information Design Event im Hamburger betahaus

Am 27.11.2013 fand mitten im Kreativzentrum der Stadt im Hamburger Schanzenviertel das Reporting und Information Design Event statt. Der Innospace des betahaus war Veranstaltungsort der Vorträge von reportingimpulse.

Dieser Ort ist Zuhause vieler innovativer Hamburger Start-ups und beliebt für seine kreative Atmosphäre. Das Unternehmen reportingimpulse hat selbst sein Büro im betahaus und hält dort regelmäßig Seminare und Vorträge.

Reporting & Information Design Event

Der Abend wurde moderiert von Dirk Lerner, einem langjährigen Wegbegleiter der beiden Geschäftsführer von reportingimpulse und Experte für Business Intelligence. Sympathisch und witzig begrüßte Dirk Lerner mehr als 40 Zuhörer an diesem Abend. Damit konnten unter anderem Unternehmen wie die ZEIT, Siemens, Vattenfall, Otto, HSH Nordbank und die DAK neue Impulse fürs Reporting gewinnen und diese beim anschließenden Networking mit den Rednern und den Kollegen aus dem Business Intelligence und Controlling-Umfeld diskutieren.

Während des Vortrags fasste Clara Roethe http://clararoethe.de/#ber-mich die Inhalte auf Flipcharts grafisch mittels Graphic Recording zusammen. Die visuelle Zusammenfassung des Abends schicken wir Ihnen gerne zu. Einen ersten Eindruck gewinnen Sie auf dem folgenden Bild.

Graphic Recording

Andreas Wiener gab zunächst einen Einblick in die Aufgabenfelder von reportingimpulse und stellte die neuen Impulsgeber für Visual Analytics, Graphic Recording, Datenmodellierung und Verhandlungstechniken vor.

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